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27.11.2009

Warnung: Vermeintliche Millionenverlosung durch Google



Der Security-Anbieter G Data warnt vor einer aktuellen Spam-Welle, die sich des guten Namens von Google und anderen internationalen Firmengrößen bedient, um die Opfer in Falle zu locken.

Die Hintermänner, die bereits aus vergangenen Spam-Aktionen als »Nigeria-Connection« bekannt sind, verschicken dazu momentan Emails mit angeblichen Gewinnbenachrichtigungen von einem Gewinnspiel des »Google Ausstattungsfonds 2009« an hunderttausende Empfänger in Deutschland und der Welt. Die beigefügte Gewinn-Nummer sei auf einer Veranstaltung in Aachen ausgelost worden und berechtige den Empfänger der Mail, die Summe von 1.000.000 »Euros« bei der angeblich »Offiziellen Bezahlenden Bank«, Barclays Bank Plc, geltend zu machen, so der Text der Email weiter.

Die Empfänger werden anschließend aufgefordert, möglichst schnell zu antworten, da ihre Gewinnberechtigung am 2. Dezember auslaufe. Dabei sollen sie unter anderem Daten wie Vorname, Geburtsdatum, Nachname, Geschlecht, Adresse, Nationalität, Beruf, Telefonnummer und eine Faxnummer angeben. In der heutigen Zeit sollte einen eigentlich schon das schlechte Deutsch der Email, das wohl von einem Übersetzungsprogramm stammt, gepaart mit dieser unverhohlenen Datensammlung skeptisch werden lassen. Allerdings führen die Absender weitere etablierte Unternehmensnamen an, die angeblich am Google-Fonds beteiligt sind, um den seriösen Anschein zu verstärken. Unter anderem fallen hier Namen wie Microsoft Inc., AOL, Carlsberg, Becks, Benz und auch »Mercedez Benz«, Coca-Cola, Suisse Credit, Raiffeisen Bankgruppe, Allianz, Volkswagen, Nokia und Siemens. Spätestens beim nächsten Schritt jedoch müsste der geneigte User dann wirklich aufschrecken: Um den Gewinn einfordern zu können, wird eine Bearbeitungsgebühr von mehreren hundert Euro fällig.

 

Doppelter Gewinn für die Kriminellen

Die Hintermänner kombinieren damit gleich zwei Spam-Methoden in einer Mail und bestrafen ihre Opfer doppelt: Einerseits sammeln sie einen Datenschatz für weitere Phishing-/Spam-Aktionen und andere Delikte ein, andererseits kassieren sie dafür gleichzeitig von den Opfern auch noch Geld ein. Hoffnungen auf den Millionengewinn sind hingegen utopisch, wie Ralf Benzmüller, Leiter G Data Security Labs, warnt: »Es ist selbstverständlich äußerst unwahrscheinlich, dass die Empfängern den genannten Gewinn jemals bekommen. Stattdessen werden sie ihrer Daten beraubt und müssen immer wieder neue Gebühren bezahlen, damit der vermeintliche Gewinn endlich ausgezahlt wird.« Seine Empfehlung, wie mit solchen Mails umzugehen ist, fällt deshalb mehr als eindeutig aus: »Solche E-Mails gehören ohne Umwege in den Papierkorb«.

Neben dieser Art der Abzocke spricht auch die Herkunft der Emails aus Südafrika laut G Data dafür, dass hinter der neuen Abzocke die in Spam-Kreisen altbekannte Nigeria-Connection steckt, die stets nach folgenden Mustern arbeitet:
- Die E-Mails werden von anonymen und oft wirren E-Mail Absendern verschickt (z.B. online12345@provider.com)
- Die angegebenen Antwortadressen sehen ähnlich unecht aus
- Es geht immer um Geld (Gewinne, Vorauszahlungen, Erbschaften, etc.)
- Die Inhalte versprechen Dinge, die „zu schön sind, um wahr zu sein"
- Die E-Mails sind mit vielen Rechtschreibfehlern gespickt

Quelle:  www.crn.de

 

Ihr Daniel Petzold



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