Aktuelles
10.11.2009
Touchscreens: Anfassen erwünscht
Dass viele iPhone-Besitzer ihr Handy ganz arg lieb haben, liegt vor allem am berührungsempfindlichen Bildschirm: Ein Druck aufs Display, schon folgt der Flachmann jedem Befehl. Auch andere Geräte haben Touchscreens. Wie sie funktionieren, lesen Sie hier.
Aus der modernen Technik, vor allem an Laptops und Handys sind sie nicht mehr wegzudenken. Und auch an Monitoren, Spielekonsolen und Bankautomaten werden sie immer beliebter. Die Rede ist von Touchscreens. Diese sparen, vor allem an kleinen Geräten wie Handys, viel Platz den der Hersteller nutzen kann, um zum Beispiel einen größeren Monitor oder einen leistungsstärkeren Akku einzubauen. An Bankautomaten erhöht es die Sicherheit. Bei normalen Tastaturen kann hier ein Keylogger eingesetzt werden und schon haben Ganoven im Handumdrehen ihre Geheimzahl. Bei einem Touchscreen ist das nicht möglich. Außerdem wird die Bedienung an entsprechenden Geräten vereinfacht. So kann sich beispielsweise die Tastatur eines Handy entsprechend der Anwendung ändern, was mit einer normalen Tastatur nicht machbar wäre. Auch kostenmäßig lohnt es sich. So ist ein Touchscreenmonitor für den Computer zwar teurer als ein normaler, aber unterm Strich günstiger als mit einer Tastatur.
Bleibt noch die Frage, wie funktioniert das Ganze? Ganz einfach. Unterschieden wird hierbei in Kapazitive Touchscreens und Resistive Touchscreens. Im iPhone wird zum Beispiel die kapazitive Technik genutzt, d. h. dass die Position der Berührung durch eine Veränderung im elektrischen Feld bestimmt wird. Dies klappt jedoch nur mit der Hand und nicht mit einem Handschuh oder Stift. In den Ecken sorgen Elektroden für die Erzeugung eines schwachen elektrischen Feldes. Durch eine Berührung kommt es zu einer Ableitung dieses Feldes und der Ort der Berührung kann ermittelt werden.
In einem Resistiven Touchscreen erfolgt die Positionsbestimmung mithilfe zweier Folien, welche durch mikroskopisch kleine Abstandshalter voneinander getrennt sind. Wird die zweite Folie nun heruntergedrückt fließt aufgrund der elektrisch leitenden Folie ein schwacher Strom und die Position kann ermittelt werden. In der Herstellung ist diese Variante zwar günstiger, jedoch auch empfindlicher Kratzern gegenüber. Zu finden ist diese Technik vor allem in vielen preiswerten Navigationsgeräten.
Nach einem ähnlichen Prinzip wie der Kapazitive Touchscreen funktioniert der akustische Touchscreen, jedoch mit Schallwellen. Ähnlich einem Lasernetz ist die Funktionsweise des optischen Touchscreens. Hier wird mit einem Gitter von Lichtschranken gearbeitet, deren Unterbrechung hilft bei der Ermittlung der Position des Fingers. Die Touchpads an Notebooks funktionieren wie kapazitive Touchscreens.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick in die Vorteile und Funktionsweise von Touchscreens geben, welche Ihnen in Zukunft wohl noch häufiger begegnen werden.
Ihre Saskia Kowol
Zur Übersicht
